Podcast-Transkript

Trauer-Power – Wie ein Team zusammenwächst

In dieser Episode geht es um etwas, das kaum einer haben will. Ein Gefühl, das so unbeliebt ist, dass die meisten Menschen lieber so tun, als würden sie etwas Anderes fühlen: Ärger zum Beispiel. Oder Freude. Oder am besten gar nichts.  Alles nur nicht Trauer. Dabei ist der Umgang mit diesem zu Unrecht unbeliebten Gefühl entscheidend dafür, ob und wie ein Team zusammenwächst.

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Warum Trauer wichtig für den Erfolg ist

Weise ist das nicht, denn in der Trauer stecken Qualitäten, die für den Erfolg eines Unternehmens unverzichtbar sind.  Diese Epsiode wird zeigen, dass es ohne Trauer keine Verbundenheit, keine Nähe und Tiefe, keine Akzeptanz und keine Empathie gibt. Wer heute Menschen erfolgreich führen will, kommt an seiner Trauer nicht vorbei. Der Umgang mit ihr entscheidet maßgeblich darüber, ob und wie ein Team zusammenwächst. Ironischerweise gibt es ohne Trauer auch keine wahrhaftige Freude, allenfalls oberflächlichen Spaß. Doch dazu später mehr.

Umgang mit Trauer

Die gute Nachricht ist: Keiner muss zum ewig flennenden Trauerkloß werden oder nur noch schlecht gelaunt durch die Gänge schleichen. Mit erwachsen ausgedrückter Trauer hat das ohnehin rein gar nichts zu tun.

Möglichkeit 1: Verdrängen

Wie ein Team zusammenwächst. Trauer-Power. Great Growing Up.
Ob im Job oder privat - es gibt genügend Gründe, um hin und wieder traurig zu sein. Foto: Gerd Altmann/Fotolia

Es gibt eine Goldene Regel, die sich in Trainings- und Coaching-Situationen immer wieder bestätigt: Wenn ich wissen möchte, welches der vier Grundgefühle mein Gegenüber überhaupt nicht mag, lass ich ihn die vier Grundgefühle aufzählen. Das Gefühl, das ihm als letztes oder auch überhaupt nicht einfallen will, ist es. Das klappt so gut wie immer. Wir Menschen sind gut im Verdrängen. Wenn es aber darum geht, ob und wie ein Team zusammenwächst, ist Verdrängen keine empfehlenswerte Option.

Das vernachlässigte Gefühl

Bei mir ist es die Trauer. Das ist mir neulich wieder klargeworden, als ich meine Podcast- und Blogepisoden durchgesehen habe. Seit mehr als zwei Jahren veröffentliche ich regelmäßig Beiträge über emotionale Intelligenz und Beziehungskompetenz. 27 Beiträge sind so zusammengekommen, gleich mehrere davon über die Qualitäten von Ärger und Angst, aber kein einziger über Trauer.

Warum ich Trauer verdränge

Was sagt das über mich aus? Ertappt. Trauer ist nicht mein Lieblingsgefühl. Ich freue mich gerne, ich liebe die Klarheit und die Kraft meines Ärgers, die prickelnde Lebendigkeit meiner Angst, aber um meine Trauer mache ich gerne einen Bogen.

Jeder Mensch, den ich kenne, hat mindestens ein Gefühl, mit dem er auf Kriegsfuß steht. Eines, das er lieber verdrängt. Bei mir ist es eben die Trauer, und soweit ich mich erinnern kann, war das schon immer so.

Gut gelaunt kommt besser an

Als Jugendlicher oder junger Erwachsener habe ich so gut wie nie geweint. Ich wollte nicht als trauriger Mensch gesehen werden. Mir war das unangenehm und peinlich. Der gut gelaunte und entspannte Matthias war das Bild, das ich meiner Umwelt vermitteln wollte. Und das möglichst immer. Sunnyboy forever!

Möglichkeit 2: Ventile nutzen

Lang Zeit hat das erstaunlich gut funktioniert. Natürlich gab es immer wieder Anlass zu Traurigkeit, aber ich hatte einen Weg gefunden, sie auszudrücken, ohne mich ihr stellen zu müssen: als Musiker in einer Band. Ich schrieb Songs mit überwiegend nachdenklichen und traurigen Texten und garnierte sie mit ausdrucksstarken Soli auf meiner E-Gitarre. Was ich mit diesen oft improvisierten Soli ausdrückte, war mir nicht bewusst, bis es mir eine befreundete Trainerin nach einem unserer Konzerte auf den Kopf zu sagte: meine Trauer.

Es gibt mehr als genug Gründe für Trauer

Das hat mich nachdenklich gemacht. Mir war gar nicht klar, dass so viel Trauer in mir war. Über gescheiterte Liebesbeziehungen, über meinen tödlich verunglückten besten Freund, über zu viele verstorbene Katzen, über befreundete Paare, die sich trennen, über Ignoranz, Hass und Elend in der Welt. Es gibt unendlich viele Gründe für Trauer. Im Business-Kontext ist Musik allerdings weniger geeignet, um Trauer ausdrücken. dafür gibt es eine andere Methode, die mehr Klarheit und Bewusstheit vermittelt.

Trauer passt nicht zum Spaß

Es gibt jede Menge Menschen, die Trauer meiden wie die Pest. Sie passt nicht zu dem Spaß, dem wir alle nachjagen, weil wir lieber glücklich als traurig sein wollen. Unsere Konsumgesellschaft basiert darauf, dass uns Unternehmen Spaß verkaufen wollen. Ich kenne kein einziges Produkt, dass mit Trauer auf sich aufmerksam macht. Trauer verkauft sich schlecht.

Tschüß, Blues!

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Ohne Trauer wäre unsere Musik um viele gute Songs ärmer. Foto: Patrim/Fotolia

Ich kenne Menschen, die Musik danach beurteilen, ob sie gute Laune verbreitet oder Trauer. Party-Schlager sind demnach gut, alles, was traurig oder nachdenklich klingt, nicht. Tschüß, Blues und Balladen, das war’s dann für euch. Doch wie arm wäre unsere Musik ohne Lieder über Trauer?

Oberfläche statt Tiefe

Tatsächlich ist das mit dem Leben genauso. Ohne Trauer wäre es arm und oberflächlich wie so mancher Party-Schlager.

Keine Sorge: Ich mag Fröhlichkeit und Ausgelassenheit. Ohne sie wäre das Leben kaum zu ertragen. Ich bin gerne glücklich vor allem in Gemeinschaft mit Menschen, die mir etwas bedeuten.

Möglichkeit 3: Trauer nutzen

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Trauer ist ein zu Unrecht verschmähtes Gefühl. Foto: PDPics/Fotolia

In diesen Tagen steht ein weiteres Zwei-Tage-Training mit Studenten und Auszubildenden eines großen Unternehmens an. Wie üblich habe ich die Teilnehmer gebeten, vorab einen Fragebogen auszufüllen. Unter anderem ging es darum, dass sie ihre Gedanken zu den vier Grundgefühlen aufschreiben sollten. Und diesmal gab es eine Überraschung: Nahezu alle Teilnehmer durchbrachen das übliche Schema, indem sie auf die übliche Unterscheidung zwischen dem einen angeblich positiven Gefühl Freude und den drei angeblich negativen Gefühlen Ärger, Angst und Trauer verzichteten.

Die Qualität sehen

Was mich zugleich verblüffte und erfreute, war, dass gar nicht wenige in der Trauer sogar eine Qualität sahen. Ein Teilnehmer schrieb kurz und knapp, Trauer sei „Sehr wichtig“.

Wie ein Team zusammenwächst: durch Trauer

Ich bin sehr gespannt darauf, warum er Trauer für wichtig hält. Für mich ist Trauer das entscheidende Gefühl in Beziehungen. Wenn es darum geht, Nähe und Verbundenheit zu erschaffen, steht Trauer an erster Stelle. Das gilt für Beziehungen im Kollegenkreis nicht weniger als für die klassische Liebesbeziehung. Die Trauer ist mit Beziehung und Liebe verbunden.

Warum wir uns verschließen

Für viele Menschen klingt das wie ein Widerspruch. Schließlich wollen wir doch gerade in unseren Beziehungen glücklich sein. Dagegen spricht rein gar nichts. Glücklich sein in Beziehungen ist klasse und beflügelt Menschen ungemein. Allein: Es funktioniert nicht, wenn wir uns der Trauer verschließen.  Warum eigentlich?

Tabuthema Endlichkeit

Ein Teilnehmer schrieb im Fragebogen:

„Trauer ist kein schönes Gefühl
und steht für mich größtenteils in Verbindung mit dem Tod.“

Stimmt. Tod und Abschied sind mit Trauer verbunden. Der Tod ist nichts anderes als ein ultimativer Abschied. Es macht uns traurig, wenn Menschen, die uns wichtig sind, sterben. Auch der Gedanke, dass wir selbst sterben und geliebte Menschen zurücklassen, kann uns traurig machen. Weil der Tod aber ein Tabuthema in unserer Gesellschaft ist, meiden wir die Begegnung mit ihm ebenso wie die mit unserer Trauer. Wir bewerten Sie als nicht schön.

Warum Menschen Trauer meiden

Teilnehmer:

„Trauer, ist der Beweis das etwas gut war und die beklemmende Erkenntnis das alles endlich ist.“

Trauer ist der Beweis, dass etwas gut war, das gefällt mir. Wir trauern, wenn Dinge, die wir gut empfunden haben, zu Ende gehen. Die Erkenntnis allerdings, dass alles irgendwann zu Ende geht, empfinden wir als beklemmend. Jetzt wird es Zeit für eine revolutionäre Frage: warum eigentlich?

Akzeptanz, die schwerfällt

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Tod und Sterben sind Tabu-Themen. Und das, obwohl nichts im Leben so sicher ist wie sie. Foto: Matthias Stolla

Warum empfinden wir das Wissen darum, dass alles irgendwann ein Ende hat, als beklemmend? Jeder Tag geht zu Ende, jede Woche, jedes Jahr, zumindest so lange unsere Welt existiert. Und selbst deren Ende ist sicher, sagt die Wissenschaft. Das Leben ist endlich.

Wir alle werden sterben. Das ist die einzige wirklich garantierte Sicherheit in unserem Leben. Ich meine, wir empfinden sie aus einem ganz bestimmten Grund als beklemmend: weil wir uns weigern, sie als Tatsache zu akzeptieren.

Der Weg führt durch den Schmerz

Teilnehmerin:

„Trauer kann befreiend wirken.“

Tatsächlich ist es so, dass es uns erst gelingt, unliebsame Tatsachen zu akzeptieren, wenn wir uns erlauben, den damit verbundenen Schmerz zu fühlen. Das ist in der Tat befreiend.

Vorher ist alles Bemühen nur Verdrängung. Weil wir aber den mit der Endlichkeit verbundenen Schmerz nicht fühlen wollen, scheitern wir in der Akzeptanz dessen, was sicher ist: der Endlichkeit allen Lebens.

Akzeptanz führt zur Freude

Und als wäre das nicht genug, gibt es einen bitteren Nebeneffekt: Die Nicht-Akzeptanz von Trauer mindert unsere Freude am Leben. Denn es ist schwierig bis unmöglich, Lebensfreude in vollem Umfang zu empfinden, wenn ich die Tatsache der Endlichkeit leugne. Menschen, die den Tod als sicher akzeptieren, wissen jeden Tag, den sie erleben, eher zu schätzen als andere. Weil er eben nicht selbstverständlich ist.

Trauer drückt Wertschätzung aus

Ein anderer Teilnehmer äußert seine Gedanken dazu so:

„Trauer wird verdrängt; sie entsteht nur bei Dingen und Menschen, die uns wichtig sind.“

Aha, das ist interessant. Wir trauern vor allem, wenn wir Menschen verlieren, die uns etwas bedeuten. Je enger die Beziehung, desto größer die Trauer. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wenn ich Trauer vermeiden will, muss ich Menschen auf Distanz zu mir halten.

Ohne Trauer kein Vertrauen

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Die Stärke eines Teams ergibt sich aus der Akzeptanz dessen, was Menschen ausmacht: Emotion. Foto: Analogicus/Fotolia

Viele Menschen tun das aus genau diesem Grund: Weil sie den Schmerz der Trauer möglichst vermeiden wollen. In der Liebesbeziehung ebenso wie im Kreis der Kollegen. Teams, die der Trauer ihrer Mitglieder keinen Raum bieten, können durchaus produktiv arbeiten. Aber es fehlt ihnen die Tiefe und Vertrautheit, mit der sie emotional belastende Situationen gemeinsam meistern können. Sie bleiben an der sprichwörtlich unverbindlichen Oberfläche.

Wie ein Team zusammenwächst - durch Trauer

Teilnehmerin:

„Trauer kann man nicht vermeiden, man sollte aber wissen.
wie man damit am besten umgehen kann.“

Da stimme ich der Teilnehmerin unumwunden zu. Es gibt kein Leben ohne Trauer. Genauso wenig wie es ein Leben ohne Angst und Ärger gibt. Allerdings kann ich mir sehr wohl ein freudloses Leben vorstellen: eines ohne Tiefe und Nähe, ohne Klarheit und Kraft, ohne aufregende Abenteuer und Herausforderungen.

Was Unternehmen einfordern

Interessanterweise sind aber genau das Qualitäten, die Unternehmen heute einfordern: emotionale Verbundenheit zum Team und zum Unternehmen, Entscheidungsfreude und Selbstantrieb sowie Freude an der Herausforderung und den Mut, kreative Lösungen zu suchen. Das alles gibt es nicht ohne die Bereitschaft, den damit verbundenen, vermeintlich negativen Gefühlen Raum und Zeit zu bieten.

Wie tiefe und enge Verbundenheit entsteht

Es lohnt sich, den Gedanken zuzulassen, dass Ärger, Angst und Trauer ebenso ihre Qualitäten haben wie die Freude.

Denn Tiefe und Nähe, Klarheit und Kraft, Abenteuer und Herausforderungen erlebe ich nur, wenn ich mich auf die damit verbundenen Gefühle einlasse: auf Trauer, Ärger und Angst. Ich kann die Anlässe, die ihnen vorrausgehen so wenig verhindern, wie ich den Tod besiegen kann. Wohl aber kann ich die sich daraus ergebenden Gefühle verdrängen – wenn ich bereit bin, den Preis dafür zu bezahlen.

Im Falle der Trauer sind das – wie bereits erwähnt - Nähe und Tiefe in Beziehungen.

Mit Trauer verantwortlich umgehen

Hier kommt der zweite Halbsatz der gerade erwähnten Antwort ins Spiel:

„...man sollte aber wissen wie man damit am besten umgehen kann.“

Erwachsener Umgang mit Trauer hat nichts mit einem endlosen Tränenstrom oder gar Selbstmitleid zu tun. Ich erlebe in meinen Trainings immer wieder, was geschieht, wenn ein Teilnehmer seiner Trauer Ausdruck gibt. Mal mit, mal ohne Tränen. Trauer äußert sich vor allem in der Stimme.

Der Trauer Worte geben

Ich trainiere Menschen darin, ihrer Trauer Worte zu geben. Sie sprechen darüber, was sie traurig macht, was sie verletzt hat und ihnen Schmerz bereitet. Wenn das passiert, verändert sich die Atmosphäre im Raum. Es wird still und die Teilnehmer rücken unwillkürlich enger zusammen. Es entsteht eine Nähe zueinander, die vorher nicht da war. Verbundenheit.

Was eine Abteilung zum Team macht: Trauer-Power

Der wesentliche Unterschied zwischen einer Abteilung und einem Team ist folgender: In einer Abteilung verstellen sich Menschen und funktionieren.  In einem Team zeigen sie sich, wie sie sind und erfahren dafür Akzeptanz.

Übrigens bringt die ganze Verdrängerei meiner Meinung nach keinerlei Zeitgewinn. Verdrängte Trauer beeinflusst Menschen sogar deutlich länger als Trauer, die Akzeptanz erfährt. Das gilt sowohl für den, der sie spürt, als auch für alle anderen im Raum.

Umgang mit Trauer in der Praxis

Ich erinnere mich an eine Mitarbeiterin, die mich in meiner Zeit als Führungskraft oft sehr gefordert hat. Ihre launenhafte Zickigkeit war im Team berüchtigt. Sie galt als zeitweilig unerträglich. Was die Mitarbeiterin brauchte, war jemand, der ihr zuhörte. Genau das wollten aber verständlicherweise die genervten Kolleginnen und Kollegen nicht.

Der Aufwand lohnt sich

Also musste der Chef ran. Logisch. Ich setzte mich mit der Mitarbeiterin ins Besprechungszimmer und ließ sie erzählen, was los war. Nach spätestens zehn Minuten flossen ihre Tränen. Sie war einsam, frustriert und unglücklich. Nach einer halben Stunde ging sie zurück an ihren Arbeitsplatz und war wie verwandelt. Die halbe Stunde hatte sich gelohnt.

Trauer ist der Schlüssel zur Empathie

Wie ein Team zusammenwächst. Trauer-Power. Great Growing Up.
Eine Gruppe, die der Emotionalität ihrer Mitglieder mit Akzeptanz begegnet, ist ein Team. Foto: Rawpixel/Fotolia

Das Beispiel zeigt zudem, wie wichtig, die Fähigkeit Trauer zu fühlen, gerade für Führungskräfte ist. Das oberflächlich Verhalten der Mitarbeiterin hat nicht nur ihre Kolleginnen und Kollegen genervt, sondern auch mich. Ohne Zugang zu meiner Trauer, hätte mich die Vermutung, dass hinter ihrer Zickigkeit tatsächlich verdrängte Traurigkeit steckt, nicht im Mindesten berührt. Ohne die Fähigkeit, Trauer zu empfinden, bleibt emotionale Intelligenz eine theoretische Idee ohne Nutzen.

Teilnehmer:

„Trauer muss ausgelebt werden, um nicht verdrängt zu werden.“

Der Blick unter die Oberfläche

Die mit Trauer verbundene Qualität heißt Einfühlungsvermögen – Empathie. Sie gewährleistet, dass Führungskräfte bereit sind, sich selbst und ihre im Alltag mitunter oberflächliche Wahrnehmung zu hinterfragen und den tieferen Ursachen auf den Grund zu gehen. Und das lohnt sich allemal.

Auf den ersten Blick mag es die einfachere Lösung sein, einfach dem eigenen Ärger zu folgen und die Kollegin aus dem Team zu entfernen. Danach hätte ich nur eine Nachfolgerin finden müssen, die weniger emotional ist. Eine, die keinen Ärger macht, sondern einfach nur ihren Job.

Wie ein Team zusammenwächst: durch den Mut zur Trauer

Das kann man machen. Ein wirkliches Team mit emotionaler Verbundenheit untereinander und nicht zuletzt zum Unternehmen erschaffe ich damit nicht. Dafür braucht es etwas Anderes: Führungskräfte und Mitarbeiter, die mutig genug sind, dem was ohnehin da ist, Raum und Zeit zu geben. Damit Unausgesprochenes und Verdrängtes nicht weiterhin die Arbeit stört. Damit alle so schnell wie möglich und so leistungsbereit wie möglich wieder ihren Job machen können.

Unternehmen wollen wachsen. Menschen auch.

Mehr dazu finden sie auf meiner Website www.greatgrowingup.com.

© Matthias Stolla 2018

 

 

Vom Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung
Teamentwicklung im Unternehmen