Podcast-Transkript

Wie hoch ist meine Emotionale Intelligenz?

Wie hoch ist meine emotionale Intelligenz?

Im ersten Teil dieser Episode ging es um emotionale Intelligenz und die fünf Elemente, die sie ausmachen. Vorgestellt hat das Dr. Jürgen Fleig auf www.business-wissen.de. Dr. Fleig bezieht sich auf Daniel Goleman, den Bestsellerautor und seinen Mitarbeiter Richard Boyatzis. Die haben zusammen mit den anderen einen Fragenkatalog entwickelt. Dieser  Fragenkatalog dient der Überprüfung: Ist eine Führungskraft emotional und sozial intelligent? Übrigens: Der Fragenkatalog  findet genauso seine Berechtigung für Mitarbeiter oder auch für Azubis. Sie erkennen damit: Wie hoch ist meine emotionale Intelligenz.

Auf den EQ kommt es an

Wenn sie also erkennen wollen, wie es um Ihren EQ (den Quotienten Ihrer Emotionalen Intelligenz) steht, ist dieser Artikel der richtige für Sie. Und: Ihren EQ sollten Sie so wichtig nehmen wie Ihren IQ. Mindestens.

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Alle Artikel zum Thema Beziehungskompetenz gibt es hier.

Wie empathisch bin ich?

In diesem Fragebogen zum Thema emotionale Intelligenz geht’s zum Beispiel um Empathie, also: Verstehen Sie, was Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert, auch wenn diese unterschiedliche Hintergründe haben? Oder: Sind Sie offen für deren Bedürfnisse? Viel interessanter finde ich die zwei Fragen zum Thema Beziehung: Hören Sie aufmerksam zu? Und denken Sie darüber nach, wie sich Ihre Mitarbeiter fühlen? Wissen Sie, zwischen den Gefühlen, die Sie wahrnehmen zu unterscheiden? Wer erkennen kann, was in Menschen vorgeht, wer ihre Emotionen wahrnehmen und benennen kann, ist emotional intelligent. Diese Fähigkeit, emotionale Intelligenz, ist ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg im Umgang mit Menschen in Unternehmen. Wer erkennt, was in Menschen vorgeht, verfügt über emotionale Intelligenz

Great Growing Up trainiert emotionale Intelligenz.
Wer erkennt, was in Menschen vorgeht, ist emotional intelligent

Zuhören für Fortgeschrittene

Das erinnert mich an eine spannende Übung, die ich immer wieder Teilnehmer in meinen Trainings machen lasse. Eine Übung, die emotionale Intelligenz trainiert. Ich lasse sie drei verschiedene Formen des Zuhörens erleben. Einmal als Sprecher und einmal auch als Zuhörer.

Neurotisch Zuhören

Die dürfen erleben, wie es ist, wenn ihnen jemand, neurotisch zuhört. Viele würden sagen, wenn jemand gar nicht zuhört oder nur so tut, als ob. Jemand, der tatsächlich viel lieber was ganz anderes tun würde. Also jemand, der permanent auf die Uhr schaut, oder durchs Fenster nach draußen oder nervös herumzappelt, unterbricht oder mit dem Nebenmann ein Seitengespräch anfängt. Eine nicht sehr empfehlenswerte Form des Zuhörens.  Sie führt kaum dazu, dass irgendjemand ernsthaft und in der Tiefe über seine Gefühle oder Ideen spricht.

Aktiv Zuhören

Dann gibt es die in vielen Unternehmen sehr geschätzte Form des aktiven Zuhörens, wo es darum geht, den anderen zu verstehen. Da gibt es kaum Unterbrechungen, keine Seitengespräche. Man sitzt sich zugewandt und offen gegenüber, hört sich aufmerksam zu und stellt Verständnisfragen. Sehr gut, das ist eine wichtige und hoch entwickele Fähigkeit, die das Leben und die Arbeit mit Menschen deutlich einfacher und effizienter macht. Diese Form des Zuhörens spricht weniger Ihre emotionale Intelligenz als Ihren IQ an.

Dienend Zuhören

Und dann kommt das, was manche Teilnehmer unter erheblichen emotionalen Stress setzt:  das dienende Zuhören. Wenn eine Führungskraft tatsächlich wahrnehmen möchte, was in ihrem Gegenüber, etwa in einem Mitarbeiter  vorgeht, dann würde ich das dienende Zuhören empfehlen. Um es gleich zu sagen: Das dienende Zuhören muss man üben. Die wenigsten Menschen haben es zuvor gelernt. Dienend Zuhören ist meiner Meinung nach die wichtigste Disziplin im Bereich emotionale Intelligenz.

Kurze Anleitung

Dienendes Zuhören geht so: Ich sitze und höre nur zu, stelle keine Fragen und gebe keine Kommentare ab. Ebenso wenig sage ich, dass ich das Gleiche auch schon mal erlebt habe, etc. Stattdessen höre ich nur zu. Aufmerksam, zugewandt, offen und - der wichtigste Punkt - ich lasse mich berühren. Wenn ich das mache, wird es ziemlich schnell spannend,: Mein Gegenüber bemerkt, dass ihm fast gar nichts anderes übrig bleibt, als darüber zu sprechen, was tatsächlich in ihm vorgeht. Das ist fast so eine Art Automatismus, wie ein Strudel zieht es mich als Sprecher dann immer weiter in meine emotionale Befindlichkeit. Ich kann fast gar nicht anders, als darüber zu sprechen. Wer dienend zuhört, nimmt Gefühle wahr, lässt sich davon berühren und erfährt, was Sache ist. Das ist ganz sicher eine der wichtigsten Fähigkeiten im Umgang mit Mitarbeitern. Ich kenne nichts, das besser dazu geeignet ist, Beziehungen zu erschaffen und zu gestalten. Und: Ohne trainierte emotionale Intelligenz können Sie nicht dienend zuhören.

Dienend Zuhören ist eine Disziplin, die Great Growing Up trainiert.
Wer dienend zuhört, lässt sich berühren und erfährt, was Sache ist.

Worum es geht

Wenn mir jemand dienend zuhört, bemerke ich sehr schnell, dass alles Berichten, alles Erzählen, wie schön, oder hässlich es gestern war, oder worüber sich mein Nachbar geärgert hat aber ich nicht, dass das alles gar nicht so wichtig ist. Es geht dann letztlich nur darum, was mich bewegt. Und das setzt ungeübte Teilnehmer erstmal unter emotionalen Stress. Das wiederum ist ein Anzeichen dafür, dass sie etwas üben, das zum Bereich emotionale Intelligenz zählt.

Das Ziel: Akzeptanz schenken

Eine Führungskraft aber, die herauskriegen will, wie es ihren Mitarbeitern geht, aber auch ein Mitarbeiter, der herauskriegen will, wie geht es meinem Azubi, der sollte sich drin üben, dienend zuzuhören. Und da geht es nicht ums Verstehen, da geht es definitiv darum, mich berühren zu lassen; körperlich wahrzunehmen, welches Gefühl nehme ich wahr, um dann meinem Zuhörer das geben zu können, was er will: Akzeptanz für das, was in ihm vorgeht. Ich glaube, das ist eine der wichtigsten Qualitäten von emotionaler Intelligenz. Führungskräfte tun gut daran, sie zu trainieren. Erfolgsautor Daniel Goleman wusste das.

Mehr Fragen zu emotionaler Intelligenz

Weitere Fragen, um herauszufinden, ob eine Führungskraft emotionale Intelligenz hat, beziehen sich auf das organisationale Bewusstsein. Also: Identifizieren Sie sich mit den Werten und der Kultur Ihres Teams oder des Unternehmens? Verstehen Sie soziale Netzwerke und kennen Sie deren unausgesprochene Regeln und Normen?

Feedback ist nicht immer angenehm

Emotionale Intelligenz - Great Growing Up trainiert den Umgang mit Feedback.
Einfach anklicken: zwei Wege, mit Feedback umzugehen.

Andere Punkte beziehen sich auf Einfluss oder auch die Hilfe für andere Mitarbeiter. Zum Beispiel eine Frage, die mir im Zusammenhang mit dem Thema emotionale Intelligenz sehr gut gefällt: Geben Sie Feedback, das Mitarbeiter als hilfreich empfinden? Da ist es wichtig, zu wissen, dass hilfreich nicht das Gleiche ist wie angenehm. Hilfreiches Feedback kann schon angenehmes, positives Feedback sein, vor allem wenn ein Mitarbeiter oder Kollege in einem Demotivationsloch hängt oder wenn ich bemerke, der braucht etwas, um sich als gut zu erleben. Dann ist positives Feedback sicherlich hilfreicher als kritisches. Menschen mit hoher emotionaler Intelligenz wissen das.

Wertschätzung nicht vergessen

Wenn es drum geht, in der Sachlichkeit Optimierungen zu bewirken, wenn es drum geht, Ergebnisse zu verbessern, dann ist meine Erfahrung, dass kritisches Feedback mich deutlich weiter bringt als Lob, Anerkennung und Wertschätzung. Wenngleich ich nochmal sagen möchte, dass Anerkennung und Wertschätzung von großer Bedeutung sind. Darauf kommen wir aber noch.

Inspirieren Sie Mitarbeiter!

Ein weiterer Aspekt im Thema emotionale Intelligenz ist das Thema Inspiration. Da geht es zum Beispiel um die Frage: Können Sie eine überzeugende Vision für Ihr Unternehmen und ihr Team formulieren, also haben Sie den Blick nach vorne? Und schaffen Sie es, dass ihre Mitarbeiter stolz auf ihre Arbeit sind? Ja worum wird es da wohl gehen? Um Anerkennung und Wertschätzung. Wenn ich als Führungskraft meinem Mitarbeiter Wertschätzung und Anerkennung versage, bekommt er das nicht, was am wichtigsten für ihn ist, um stolz auf seine Arbeit zu sein. Denn es gibt genug Untersuchungen, die zeigen, dass Lohn und Gehalt oder ein schicker Dienstwagen, von relativ geringer Halbwertszeit sind, wenn es darum geht, den Stolz meines Mitarbeiters auf seine Arbeit zu fördern. Anerkennung und Wertschätzung bringen da deutlich mehr.

Was droht, wenn Sie drohen

Eine Frage, die mir, wenn es um emotionale Intelligenz geht, auch gut gefällt, ist: Bringen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, Ihr Bestes zu geben? Na, das ist doch mal ein schöner Punkt. Wie bringe ich Mitarbeiter dazu, ihr Bestes zu geben? Ich kann mich noch an Chefs erinnern, die hätten jetzt geantwortet: „Na, durch Drohungen!“. Vielleicht hätten sie nicht so geantwortet, aber sie haben sich permanent so verhalten. Zum Beispiel durch die latente Drohung: „Es gibt auch andere Menschen, die diesen Arbeitsplatz haben wollen.“ Oder: „Wenn’s dir hier nicht passt, dann musst du dir überlegen, ob du hier richtig bist.“ Das sind Fragen, die mögen durchaus angebracht sein, wenn beispielsweise jemand nur jammert oder nörgelt. Emotionale Intelligenz drücken solche Fragen allerdings eher weniger aus.

Keine Höchstleistung

Grundsätzlich würde ich Führungskräften davon abraten, solche versteckte Drohungen auszusprechen. Das hat nichts mit dem Bereich emotionale Intelligenz zu tun. Drohungen bringen Ihre Mitarbeiter definitiv nicht dazu, Höchstleistung zu geben, denn sie versetzen sie in Angst. Und die bringt keinen Menschen dazu Höchstleistung zu geben. Angst bringt Menschen maximal dazu, das Notwendige zu geben, damit die Drohung nicht realisiert wird.  Trainierte emotionale Intelligenz ermöglicht Ihnen deutlich mehr.

Der Mut, Fehler zu machen

Ich glaube Mitarbeiter, die Bestleistungen erzielen sollen, brauchen genau das Gegenteil von Angst. Und das Gegenteil von Angst ist Mut. Nämlich den Mut auch Fehler zu machen. Denn wenn ich über den Bereich des bisher Geleisteten  hinausgehe, laufe ich automatisch Gefahr, dass ich über das Ziel hinaus schieße. Dass ich zu viel gebe, zu viel mache, was vielleicht gar nicht erwünscht ist. Ich riskiere Fehler zu machen. Und nur Betriebe, die ihre Mitarbeiter ermuntern, auch mal Fehler zu machen und daraus zu lernen, können von ihren Mitarbeitern erwarten, dass diese  bereit sind, über das Maß des Üblichen, des maximal Notwendigen hinaus zu gehen. Dann geben sie Bestleistung. Und dazu braucht es Führungskräfte mit hoher emotionaler Intelligenz.

Teamarbeit

Der letzte Punkt in diesem Fragekatalog bezieht sich auf Teamarbeit. Da geht es zum Beispiel darum: Erbitten Sie Input von allen Mitarbeitern Ihres Teams? Ich kenne genügend Führungskräfte, die genau diesen Punkt meiden wie der Teufel das Weihwasser. Kritisches Feedback? Von allen Mitarbeitern? Ja, kritisches Feedback gehört zum Input unweigerlich dazu. Ich finde Führungskräfte, die in der Lage sind, kritisches Feedback von allen Mitarbeitern einzuholen und zu nutzen, sind die, die wirklich wahrhaftig und souverän auftreten. Solche Führungskräfte haben ein hohes Maß an emotionaler Intelligenz und werden von ihren Mitarbeitern als Vorbilder mit natürlicher Autorität erkannt und geschätzt.

Chemische Motivation 

Ein weiterer Punkt, den Fleig beschreibt und den ich sehr interessant finde, ist emotionale Intelligenz als wichtiger Faktor in Stresssituationen. Das hat mit Hormonen zu tun. Wenn ich als Führungskraft meinem Mitarbeiter mal richtig die Leviten lese und ihm ein heftiges kritisches Feedback gebe, dann kann ich mir fast sicher sein, dass in diesem Mitarbeiter  viele Hormone ausgestoßen werden: Adrenalin und Cortisol. Das sind unglaublich wichtige Hormone, die mich tatsächlich dazu bringen können, Bestleistungen zu erzielen. Das ist so eine Art chemische Motivation.

Die Dosis entscheidet

Allerdings, wie immer bei Stoffen, kommt es auf die Dosis an. Und wenn ich als Mitarbeiter in einer Stress-Situation zu viel Adrenalin und zu viel Cortisol ausstoße, dann passiert mit mir nichts anderes als genau das Gegenteil. Das heißt, ich bin dann nicht mehr zu Bestleistungen fähig, sondern bin unkonzentriert und fahrig. Für eine emotional intelligente Führungskraft ist es deshalb immens wichtig, die Emotionalität des Gegenübers wahrnehmen zu können, damit sie darauf achtet, welche Tonalität sie anschlägt. So erreiche ich, was ich will:  Bestleistung von meinem Mitarbeiter. Das ist zielführender als Schaden anzurichten, indem ich ihm eine Überdosis Adrenalin und Cortisol verpasse, sodass er nach dem Führungsgespräch weniger leistungsstark ist als vorher.

Zusammenfassung

Die gute Nachricht für alle von uns, die wissen wollen, ob sie über emotionale Intelligenz verfügen: Ich muss mir nur diese fünf Fragen stellen, dann weiß ich schon, ob ich einigermaßen emotional intelligent bin oder nicht. Also nochmal in der Kurzzusammenfassung:

  1. Habe ich Selbstbewusstheit? Kann ich wahrnehmen und akzeptieren, was in mir vorgeht, was ich fühle?
  2. Kann ich mich selbst motivieren, unabhängig von Geld oder Status?
  3. Praktiziere ich Selbststeuerung? Kann ich planvoll handeln in Bezug auf Zeit und Ressourcen?
  4. Bin ich sozial kompetent? Kann ich Kontakte knüpfen und tragfähige Beziehungen aufbauen und halten?
  5. Habe ich Empathie? Bin ich in der Lage, mich in mein Gegenüber hinein zu fühlen?

Noch mehr emotionale Intelligenz

Wenn ich das alles mit „ja“ beantworten kann, bin emotional intelligent. Die schlechte Nachricht ist, dass das alleine gar nichts bringt. Was es braucht, um mit emotionaler Intelligenz zu einem beziehungskompetenten Menschen, sei es Auszubildender, Mitarbeiter oder Führungskraft, zu werden, das verrate ich in der nächsten Episode. Dort, in Teil drei der kleinen Reihe über Beziehungskompetenz, geht es darum, wie Sie Ihre Grundfähigkeiten der emotionalen Intelligenz in Beziehungskompetenz verwandeln und was das Ihnen und vor allem Ihrem Unternehmen bringt.

Emotionale Intelligenz testen

So viel vorab Sie müssen nicht den ganzen Daniel Goleman lesen, um zu erkennen, ob Sie emotional intelligent sind. Es genügt schon, wenn Sie

1. regelmäßig einen vorbehaltlosen Blick auf Ihren Umgang mit Situationen und Menschen werfen.

2. sich regelmäßig fragen, was Sie gerade emotional wahrnehmen.

Ihre Beziehungsfähigkeit

Keine Sorge: das klingt komplizierter als es tatsächlich ist. Punkt 1 bezieht sich auf die Beziehungen in Ihrem Leben. Achten Sie darauf, ob Sie wahrnehmen können, was in Ihrem Gegenüber vorgeht. Lassen Sie sich berühren von den Gefühlen Ihres Gesprächspartners? Spüren Sie seinen Ärger, seine Angst, seine Trauer, seine Freude? Wenn ja, verfügen Sie über gut trainierte Empathie.

Ihr EQ im Selbbsttest

Punkt 2 hat mit ihren Gefühlen zu tun. Machen Sie mehrmals täglich folgenden kleinen Test: Fragen Sie sich, was sie gerade fühlen, welche Emotion Sie bei sich selbst wahrnehmen. Nutzen Sie dabei folgende Entscheidungshilfe und wählen Sie aus zwischen.

Üben Sie sich darin, sich für eines dieser vier Gefühle zu entscheiden. Das trainiert Ihre emotionale Intelligenz, Ihren EQ besser als jede andere Übung.

Fortsetzung folgt

Wie geht es weiter in der Serie "Beziehungskompetenz" hier auf Great Growing Up? Die nächste Episode, Teil 3, dreht sich um das Thema Soft Skills. Sie erklärt, warum der Umgang mit Gefühlen im Business nichts für Weicheier ist. Dazu braucht es Mut. Richtig viel Mut.

Teil 4 beschäftigt sich ebenfalls mit der Emotionalen Intelligenz. Sie nimmt erneut Bezug auf den Bestseller von Daniel Goleman (EQ). Dabei wird es insbesondere darum gehen, wie die mit dem EQ verknüpften Fähigkeiten den Erfolg von Führungskräften entscheidend beeinflussen. Was macht einen Manager der Emotionen aus? Welche Fähigkeiten machen eine Führungskraft mit hohem Emotionalen Intelligenzquotienten aus? Und was hat die differenzierte Wahrnehmung von Gefühlen denn mit dem wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens zu tun?

Was Menschen wirklich wollen

So viel vorab: Gefühle sind Teil im Leben aller Menschen. Sie zu verdrängen und zu leugnen, wirkt zwar zunächst sehr sachlich, hat aber eine Menge Nachteile: Wer führt, ohne auf Gefühle zu achten, nimmt Menschen nur zum Teil wahr. Er verwehrt ihnen das, was es braucht, um Beziehung zu erschaffen: wahrhaftiges Interesse und Akzeptanz. Daniel Goleman hat das in den 90ern ausführlich beschrieben. Es wird Zeit, dass es sich herumspricht: Gefühle und ihre Wahrnehmung, das Wissen um die Kraft von Emotionen, sind für den Erfolg von Unternehmen entscheidend. Keine andere Fähigkeit bestimmt so klar darüber, ob Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen oder nicht. Und diese Fähigkeit, Ihre emotionale Intelligenz,  sollten Sie trainieren und nutzen.

Unternehmen wollen wachsen. Menschen auch.

Matthias Stolla © 2017

Soft Skills im Job - nichts für Weicheier
Wer, bitte, ist emotional intelligent?