Podcast-Transkript

Freude an der Arbeit – mal ganz grundsätzlich

Willkommen bei Great Growing Up, dem Podcast für Beziehungskompetenz im Business. Heute zum Thema Freude an der Arbeit.

Das Leben, davon bin ich überzeugt, ist zu kurz, um sich nicht so viel möglich daran zu erfreuen. Das Arbeitsleben hingegen, daran halte ich ebenfalls fest, ist viel zu lange, um sich dort die Freude am Leben vermiesen zu lassen. Wir verbringen viel Zeit mit unserer Arbeit. Manchem liegt sie mehr, anderen weniger am Herzen. Und doch verbringen die meisten von uns mehr Tage im Jahr mit Arbeit als mit anderem. Außerdem ist es gerade die Freude an der Arbeit, die Menschen dazu motiviert Bestleistung zu bringen. Diesen Gedanken müssen Arbeitnehmer ebenso pflegen wie Arbeitgeber, wenn sie dauerhaft mit hoher Motivation bei der Sache bleiben wollen.

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Jede Menge Tipps im Netz

Vielleicht gibt es deshalb so viele Seiten im Internet mit Tipps, wie wir die Freude an der Arbeit zurückgewinnen können. Denn unbestritten ist: Arbeit macht nicht nur Freude. Es gibt immer wieder Situationen am Arbeitsplatz mit dem Chef oder mit Kollegen, die dafür sorgen, dass wir andere Gefühle empfinden. Darin ähnelt die Arbeit übrigens dem Leben, denn auch das bietet nicht nur Freude, selbst wenn der Chef und die Kollegen dort nur eine untergeordnete Rolle spielen. Doch dazu kommen wir später. Dieser Beitrag hier hat ein ehrgeiziges Ziel. Ich will damit über die gängigen "Zehn Tipps für mehr Freude an der Arbeit" hinausgehen.

Ich glaube selbst an die Wirksamkeit der meisten dieser Tipps. Ändere deine Perspektive. Denk Positiv. Sei initiativ. Gib Wertschätzung etc. Dass diese und andere Tipps geade auch am Arbeitsplatz sowie im Umgang mit Chef und Kollegen Wirkung zeigen, glaube ich tatsächlich. Ich glaube nur nicht an ihre Nachhaltigkeit.

Begrenzte Wirksamkeit

Alles, was wir über einen längeren Zeitraum tun, verliert entweder seinen Reiz oder konfrontiert uns mit Situationen, die andere Gefühle als Freude verursachen. Das ist mit der Arbeit ebenso wie mit allem im Leben. Wohlmeinende Tipps helfen nicht, um die Freude an der Arbeit grundsätzlich und dauerhaft in unser Leben zu holen. Dazu braucht es ein grundsätzliches Verständnis von der Emotionalität von Menschen. Ein Verständnis davon, welche Gefühle wir bewusst oder unbewusst empfinden und wie wir sie nutzen können. Und es braucht den Mut, die eigene Emotionalität vollständig zu akzeptieren.

Was dem Leben egal ist

Sinn und Zweck dieses Beitages ist es, zu zeigen, dass wir Freude an der Arbeit gerade dann dauerhaft erschaffen, wenn wir auch ganz anderen Gefühlen Raum und Zeit geben. Gefühlen, die viele auf den ersten Blick gar nicht in ihrem Leben haben wollen.

Aber das wiederum ist dem Leben herzlich egal.

Also los!

Wenn die Freude an der Arbeit zu kurz kommt

Freude an der Arbeit braucht emotionale Akzeptanz. Great Growing Up.
Freude bringt Farbe ins graue Alltagseinerlei. Foto: svklimkin/pixabay

Vor einiger Zeit habe ich meine bisherigen Podcast-Episoden gesichtet und auf meiner Homepage in schönen Themenseiten zusammengefasst. Eine zum Thema Beziehungskompetenz, die andere zum Thema Emotionale Intelligenz. Dabei ist mir etwas Bemerkenswertes aufgefallen: Ich habe zu allen vier Grundgefühlen Beiträge erstellt, nur zu einem nicht – die Freude ist in diesem Podcast ein bislang unbeschriebenes Blatt.

Wie kann es geschehen, dass ich in einem Podcast, der sich intensiv mit dem Thema Emotionale Intelligenz auseinandersetzt, ausgerechnet die Freude zu kurz kommt? Dese Frage stellte sich mir ebenso wie dieser hier: Wie kann es sein, dass ich, Matthias Stolla, der sich so gerne freut und so gerne lacht, in meinem Podcast ausgerechnet die Freude übersehe?

Wir freuen uns gar nicht so gerne

Ich habe eine Weile darüber nachgedacht und tatsächlich ein paar Antworten gefunden. Die für mich plausibelste hat damit zu tun, dass wir uns gar nicht so gerne freuen, wie wir glauben. Ich weiß, dass das zunächst einmal ziemlich unsinnig klingt. Schließlich erlebe ich in jedem Training, so unterschiedlich sie auch sein mögen, einen bestimmten Vorgang immer wieder.

Verhängnisvolle Bewertung

Kaum habe ich die vier Grundgefühle vorgestellt, meldet sich jemand und teilt sie in zwei Gruppen ein: Ärger, Trauer und Angst auf der einen Seite, die Freude auf der anderen. Und dann dauert es nicht lange, bis jemand sagt: „Aha, drei negative und ein positives Gefühl.“

So denken wir. Das sind wir gewohnt. Wir sortieren unsere Welt und unsere Gefühle in positiv und schlecht ein; in gut und schlecht. Und die Freude bewerten wir als gut. Wieso um alles in der Welt, sollten wir dann denken, dass wir die Freude an der Arbeit gar nicht so gerne haben, wie wir glauben?

Zwei Antworten auf eine Frage

Freude an der Arbeit. Manchmal bleibt sie aus.
Das Arbeitsleben bietet nicht nur Grund zur Freude. Foto: Gerd Altmann/pixabay

Darauf weiß ich zwei Antworten. Die erste hast damit zu tun, dass wir uns mit dem Einteilen in scheinbar positive und negative Gefühle emotional selbst ein Bein stellen. Die zweite Antwort ist einfacher und plakativer. Ich bin überzeugt davon, dass wir auf einer tieferen Ebene gar keinen Unterschied machen zwischen positiven und negativen Gefühlen. Ich glaube, wir Erwachsenen sind gut darin trainiert, so wenig wie möglich zu zeigen, was - und oft genug sogar, dass - wir überhaupt etwas fühlen. Da machen wir keinen großen Unterschied zwischen scheinbar positiven und negativen Gefühlen.

Positiv und negativ

Aber eines nach dem anderen. Antwort Nummer eins bezieht sich auf das Einteilen in positive und negative Gefühle und die Folgen, die sich daraus ergeben. Dass wir Menschen Umstände bewerten, ist ganz natürlich und erfolgt meist automatisch. Wir erkennen eine Situation, und in Bruchteilen von Sekunden vergleicht sie unser Gehirn mit ähnlichen Geschehnissen aus der Vergangenheit. Und genauso schnell spuckt es eine Mini-Analyse aus: Die Situation ist entweder gefährlich oder ungefährlich für uns. Das alles dient unserem Überleben.

Wichtiger Automatismus

Die Unterscheidung zwischen gut und schlecht erfolgt meist unbewusst und verdammt schnell. Oft genug sichert dieser Automatismus unser Überleben. Wir alle können dafür dankbar sein, finde ich. Im Umgang mit unseren Gefühlen allerdings hat die Unterscheidung zwischen positiv und negativ eine unschöne Folge.

Auch diese unschöne Konsequenz ergibt sich unbewusst und automatisch. Wir Menschen streben nach dem, was wir gut heißen und wehren ab, was wir als schlecht bewerten. Will sagen: Wir meiden und verdrängen Ärger, Trauer und Angst, und wünschen uns stattdessen viel lieber Freude in unserem Leben.

Wie wir uns selbst ein Bein stellen

Freude an der Arbeit kann ansteckend sein.
Mit Freude geht die Arbeit leichter von der Hand. Foto: Robin Higgins/pixabay

Dummerweise stellen wir uns damit tatsächlich selbst ein Bein. Warum? Weil der Weg zu einem freudvollen Leben nicht an den scheinbar negativen Gefühlen vorbei, sondern vielmehr genau durch sie hindurchführt. Ich weiß, dass das wie ein Widerspruch klingt. Aber hey, wer sagt, dass wir Menschen frei von inneren Widersprüchen sind?

Durchs Negative zur Freude an der Arbeit

Also nochmal: Der Weg zu einem freudvollen Leben führt mitten durch die scheinbar negativen Gefühle Ärger, Angst und Trauer. Ich will erklären, warum das so ist. Dazu schauen wir uns die drei Gefühle Ärger, Trauer und Angst etwas genauer an. Alle drei sind eher unbeliebt und werden entsprechend gerne gemieden beziehungsweise verdrängt. Da ist zwar verständlich, aber deswegen noch lange nicht weise. Denn in alle Gefühle sind mit Qualitäten verbunden. Und das, unabhängig davon, ob wir sie als gut oder schlecht bewerten.

Angenehm und unangenehm

Die Freude ist das einzige, der vier Grundgefühle, das wir mit einer angenehmen Situation in Verbindung bringen. Wikipedia beschreibt sie so:

„Freude ist der Gemütszustand oder die primäre Emotion, die als Reaktion auf eine angenehme Situation oder die Erinnerung an eine solche entsteht. Je nach Intensität äußert sie sich als Lächeln, Lachen, Freudenschrei oder in einem Handeln.“

Die anderen drei Grundgefühle bringen wir mit eher unangenehmen Situationen in Verbindung. Und auch das ist nicht mehr als eine unserer Bewertungen. Sie lässt sich leicht ins Gegenteil verkehren.

Den Ärger nutzen

Zum Beispiel der Ärger. Natürlich verbinden wir ihn mit unangenehmen Situationen. Wir ärgern uns, wenn etwas geschieht, das uns nicht passt. Wikipedia schreibt:

„Ärger, auch Verdruss, ist eine spontane, innere, negativ-emotionale Reaktion auf eine unangenehme oder unerwünschte Situation, Person oder Erinnerung. Das, was Ärger hervorruft – das Ärgernis –, kann eine Frustration, etwa eine Kränkung sein.“

Kaum verwunderlich, dass wir Ärger als negativ bezeichnen, wo er doch mit einem auslösenden unangenehmen Geschehen zusammenhängt. Die Frage ist nur, worauf richten wir unseren Fokus: auf die unangenehme Ursache oder auf das, was wir daraus machen?

Sich abgrenzen

Ich arbeite oft mit Menschen, die gemobbt werden. In aller Regel bewerten diese Menschen das Gefühl Ärger ausdrücklich als negativ und verdrängen es. Erst wenn sie erkennen, dass sie sich ihren Ärger erlauben dürfen, haben sie eine Chance ihn zu nutzen: um sich abzugrenzen und dem Mobbing-Täter deutlich zu machen, womit jetzt Schluss ist. Wer seinen Ärger verantwortlich nutzt, ist kein Opfer mehr. Wer Opfer bleibt, wird nur wenig Freude in seinem Leben empfinden.

Entschlossen handeln

Geteilte Freude an der Arbeit ist noch schöner. Foto: rawpixel/pixabay

Ich liebe gut gemachte animierte Filme. Ich mag sie, weil sie Emotionen sehr plakativ zum Ausdruck bringen. Die Minions zum Beispiel, kleine, gelbe Wesen mit ein oder zwei Augen und blauer Latzhose. Es gibt eine Szene, in der Kevin seine depressiv verstimmten Artgenossen mit einer Rede aufrütteln will. Er ist aufgeregt und lässt seine vorbereiteten Moderationskärtchen fallen. Hektisch versucht er, sie neu zu sortieren, aber dann geschieht etwas: sein Gesichtsausdruck verändert sich. Kevin wirkt plötzlich entschlossen, sein Blick verrät: vergiss die Moderationskarten, und er hält seine Rede frei.

Klartext reden

Kevins entschlossener Blick drückt Ärger aus. Kein Wutanfall, eher schon eine kleine Prise Klartext: Ich brauche die Notizen nicht, ich schaffe das auch ohne sie. Ohne seinen Ärger hätte Kevin wohl kaum zum Mut gefunden, seine Rede frei zu halten. Und sein Klartext begeistert seine Artgenossen. Wenn wir Ärger also als negativ abstempeln und verdrängen, geht uns viel Freude verloren.

Trauer nutzen

Die Trauer hat es ebenfalls schwer bei uns Menschen. Wikipedia schreib über sie:

„Der Begriff Trauer bezeichnet eine durch Verlust verursachte Gemütsstimmung und deren Kundgebung nach außen, etwa durch den Verlust nahestehender oder verehrter Personen oder Tiere, durch die Erinnerung an solche Verluste, oder auch zu erwartende Verluste.“

Abschied und Verlust

Die Trauer ist mit Verlust und Abschied verbunden. Ereignisse, die wir nicht mögen. Kein Wunder, dass so viele Menschen ihre Trauer lieber verdrängen. Dabei drückt Trauer etwas aus, auf das wir Menschen nicht verzichten können: Wertschätzung und Liebe. Wir trauern nicht über den Verlust von Menschen, die uns nichts bedeuten. Der Abschied von Menschen, die wir lieben und wertschätzen aber, schmerzt uns sehr. Früher oder später ist das unausweichlich.

Wer diesen Schmerz vermeiden will, wird auch auf Liebe und Wertschätzung verzichten müssen.  Und wie viel Freude kann ein Leben ohne Liebe und Wertschätzung bieten?

Die Angst nutzen

Über ihre Angst verlieren Menschen oft nicht allzu viele Worte. Auch Wikipedia fasst sich kurz und schreibt.

Angst ist ein Grundgefühl, das sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert. Auslöser können erwartete Bedrohungen, etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein. .“

Zack, das war’s. Mehr nicht. Die Angst gilt als dermaßen negativ, dass wir an ihrer Stelle lieber andere Begriffe verwenden. Vor allem Führungskräfte reden so gut wie nie über Angst, sie haben allenfalls Respekt vor etwas. Ich glaube, wer sich scheut, etwas beim Namen zu nennen, hat Angst davor.

Angst kann lähmen, muss aber nicht

Angst kann tatsächlich von Nachteil sein: Sie kann uns in Panik versetzen oder lähmen, so dass wir handlungsfähig werden. Das muss sie aber nicht. Es fällt ihr allerdings ziemlich leicht, uns zu kontrollieren, wenn wir sie verdrängen. Denn alles, was wir in unser Unterbewusstsein verschieben, gewinnt Macht über uns. Ich nenne meine Angst lieber bei ihrem Namen, mache sie mir damit bewusst und behalte die Macht, selbst zu entscheiden, was ich mutig angeh und was nicht.

Ambivalentes Verhältnis

Tatsächlich ist unser Verhältnis zur Angst ambivalent. Wir verdrängen sie gerne, aber andererseits schauen viele Menschen gerne spannende Filme, manche sogar Horrarfilme, andere suchen den Kick in Abenteuern, Achterbahnen oder riskanten Sportarten. All das finden viele von uns aufregend. Die körperlichen Symptome sind dieselben wie bei Angst: beschleunigte Atmung, hoher Puls, hohe Aufmerksamkeit, nasse Hände. In manchen Situationen lieben wir es, in anderen nicht.

Bewertungen sind relativ

Das sind alles nur Bewertungen, und sie sind relativ. Ich zum Beispiel finde ein Leben ohne Angst, ohne Aufregung und Herausforderung auf Dauer ziemlich langweilig. Ich finde darin nicht viel Freude.

Verdrängen verdrängt auch Freude an der Arbeit

Fazit: Menschen, die zwischen positiven und negativen Gefühlen unterscheiden, werden automatisch verdrängen, was sie nicht wollen: die angeblich negativen Gefühle. Das wiederum beraubt sie wichtiger Qualitäten:

  • der Fähigkeit, sich innerlich und äußerlich abzugrenzen
  • Liebe und Wertschätzung zu geben und zu nehmen
  • Herausforderungen mutig anzugehen

Akzeptanz führt zur Freude

Freude an der Arbeit. Great Growing Up.
Das Arbeitsleben ist bunt. es bietet mehr als nur Freude. Foto: Sharon McCutcheon/pixabay

Damit steht für mich fest: Aus der Ablehnung von Ärger, Trauer und Angst erwächst keine Freude. Aus der Akzeptanz hingegen schon. Jeder Mensch, der diese Akzeptanz vorlebt und seine Gefühle verantwortlich und authentisch äußert, gibt anderen die Erlaubnis, das auch zu tun. Das gilt insbesondere für Vorgesetzte. Deshalb ist es mir so wichtig, die emotionale Intelligenz gerade von Führungskräften und Ausbildern zu trainieren. Denn sie leben vor, welcher Art der Umgang miteinander im Unternehmen ist.

Von wegen beliebt: Freude an der Arbeit

Kommen wir zur zweiten, zur plakativeren Antwort auf die Frage: „Wieso wir die Freude gar nicht so gerne haben, wie wir glauben?“ Es gibt eine ganze Reihe wohlbekannter Sprichwörter, die den Verdacht nahelegen, dass unser Verhältnis zur Freude - zumindest – zwiespältig ist. Hier eine Auswahl:

  • „Freu dich nicht zur früh.“
  • „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.“
  • „Den Vogel, der morgens singt, frisst abends die Katz‘“
  • „Wer zuletzt lacht, lacht am besten.“

Freude ist vergänglich

Diesen Sprichwörtern ist etwas gemeinsam. Sie alle betonen etwas, das im Grunde selbstverständlich ist: Freude ist vergänglich. Das gilt, soweit ich weiß, für alles im Leben. Alles geht früher oder später zu Ende. Aber diese Pseudo-Weisheiten mischen ganz unterschwellig noch etwas Gift in diese Selbstverständlichkeit: Wenn ich mich zu früh freue, verursache ich Misserfolg. Das ist Aberglaube. Und er steckt in vielen von uns, die mit den oben erwähnten Sprichwörtern aufgewachsen sind.

Auf ewig aufgeschoben

Die Folgen sind fatal: Wenn ich nicht riskieren will, mit meiner Vorfreude Misserfolg zu verursachen, warte ich besser ab, ehe ich mich freue. Im schlimmsten Fall bis zum Ende meines Lebens. Auf diese Weise erlaube ich mir Freude ebenso wenig wie Ärger, Trauer und Angst.

Und genauso erlebe ich viele Menschen in der Arbeitswelt: Sie erlauben sich nur sehr wenig Emotion. Die gilt erstens als Privatsache und zweitens als unsachlich. Dagegen kann ich nur wenig sagen. Natürlich sind Emotionen unsachlich. Das lliegt in der Natur der Sache. In der Natur des Menschen liegt auch, dass wir emotionale, also fühlende Wesen sind. Das zu leugnen und uns pure Sachlichkeit abzuverlangen widerspricht unserer Natur.

Störungen haben Vorrang

Unternehmenskulturen, die das berücksichtigen, räumen emotionalen Störungen das ein, was sie brauchen: Zeit und Raum, um darüber zu sprechen. Wer sie verdrängt und pure Sachlichkeit einfordert, arbeitet am Menschen vorbei und vergiftet auf lange Sicht das Klima. Menschen werden nicht sachlich, wenn Sie ihre Emotionen verdrängen. Stattdessen übernehmen die verdrängten Emotionen die Regie und äußern sich in Haltung, Ausdruck und - in der Regel zuletzt – in Worten.

Der Weg zur Freude an der Arbeit

Führungskräfte, die pure Sachlichkeit einfordern, arbeiten am Menschen vorbei. Deshalb trainiert Great Growing Up die emotionale Intelligenz von Führungskräften, Mitarbeitern und Auszubildenden. Denn Menschen, die sich nicht verstellen müssen und sich grundsätzlich mit Akzeptanz begegnen, haben mehr Freude am Leben und bei der Arbeit.

Unternehmen wollen wachsen. Menschen auch.

© Matthias Stolla 2019

Zusammenarbeit - Auf das Wie kommt es an